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Aargau: zwei Betreiber – mehr Luftrettungseinsätze

15.04.2014

Aargau (CH) ::  Nachdem seit Anfang 2013 auch der TCS-Helikopter im Aargau aufgeboten wird (rth.info berichtete), kam es in dem Gebiet zu mehr als doppelt so viele Luftrettungseinsätze wie im Vorjahr. An der Zahl waren es 241 Flüge, die die zwei Kontrahenten TCS und REGA im Jahr 2013 ableisteten. Die REGA selbst schaffte es 2012 nur zu 116 Flügen im selbigen Einsatzgebiet.

Doch teilen sich die zwei Hubschrauber-Betreiber die Einsätze nicht auf, so wurde der TCS-Hubschrauber im vergangenen Jahr zu 146 Aufträgen alarmiert, während der REGA-Helikopter nur rund 95 Mal angefordert wurde. Der Kantonsarzt Martin Roth, welcher zugleich die genannten Einsatzzahlen gegenüber dem Radio bestätigt, erklärt sich die ungleiche Verteilung mit dem günstig gelegenen Standort des TCS-Hubschraubers. Dessen Basis liegt nämlich im Gegensatz zum REGA-Stützpunkt zentral im Kanton.

Auch ein mögliches Vorurteil, es habe zu Unrecht Luftrettungseinsätze gegeben, räumte Roth bereits im vornherein aus dem Weg. So seien die Luftrettungsmittel nur in dringenden Fällen gerufen worden. Dies belegten zur Überprüfung herangezogene Einsatzdaten.

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Autor(en)
MST
Quelle(n):
20 Minuten Schweiz

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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