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Tirol: Flugrettung wird neu ausgeschrieben

15.02.2014

Innsbruck (A) ::  Vergangenen Mittwoch fand in Innsbruck ein Gipfel zur Ausarbeitung eines Konzepts der Zukunft der Luftrettung in Tirol statt. Dabei sollte die aktuell gültige Vereinbarung über die Grundversorgung aus der Luft, die eine jährliche Investition von 1,6 Millionen Euro seitens des Landes beinhaltet, verlängert und ergänzt werden. Dabei sollte sich auf maximal 15 Standorte geeinigt werden.

Doch zu diesem Kompromiss kam es nicht. Die verschiedenen Luftrettungsbetreiber, darunter auch der ÖAMTC, die geladen waren, stimmten zu – mit der Ausnahme von Roy Knaus, Firmenchef von „Heli-Tirol“, der bereits Ende letzten Jahres mit der zusätzlichen Stationierung eines Hubschraubers am Landeplatz in Mayrhofen für Schlagzeilen gesorgt hatte (rth.info berichtete). Knaus hält weiter an seinem Vorhaben, einen weiteren Notarzthubschrauber in Mayrhofen, Lermoos oder Westendorf zu stationieren, fest.

Somit dürfte nun die europaweite Ausschreibung der Luftrettung in Tirol die Folge sein, so wie es bereits der Landesrat Bernhard Tilg der ÖVP angekündigt hatte. Tilg „schrecke (…) vor einer Ausschreibung nicht zurück“, so in der ORF-Pressemeldung. Bis Ende 2015 gelte laut Tilg die aktuelle Vereinbarung von Juli 2012.

Eine europaweite Ausschreibung ist im Rettungsgesetz, welches bereits 2009 in Kraft trat, vorgesehen. Die Gebiete Reutte, Osttirol, Tirol West und Tirol Ost könnten ausgeschrieben werden. Ob es jedoch auch nach der Ausschreibung 15 Standorte geben wird, so wie es mit derzeit neun ganzjährigen und sechs saisonalen Luftrettungsstationen der Fall ist, bleibt abzuwarten. Eine Studie aus dem Jahr 2010 setzt für die ausreichende Versorgung sechs ganzjährige und vier saisonale Standorte voraus. Denn laut Experten sei die Abdeckung mit 15 Hubschraubern mehr als gegeben, der Bundesrechnungshof spreche gar von einer Überversorgung.

Man darf gespannt sein, wie der „Tiroler Luftkampf“ weiter verläuft, ist die Ausschreibung doch auch für Betreiber aus Deutschland oder anderen angrenzenden Regionen nicht uninteressant.

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MST
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Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

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