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Johanniter Luftrettung bewirbt aktiv Euronotruf 112

11.12.2013

Butzbach/Reichelsheim (HES) ::  Am 11.2. des Jahres 2014, also in genau zwei Monaten, findet zum sechsten Male der “Europäische Tag des Notrufs“ statt. Die Johanniter Luftrettung, die am Südstadt-Klinikum in Rostock und am Flugplatz Reichelsheim (Wetterau) zwei Luftrettungsstützpunkte betreibt, möchte diese EU-weite Aktion auch in ihrem Einflussbereich bekannter machen und hat ihre Reichelsheimer Flotte mit den auffälligen blau-gelben Aufklebern versehen. Diese wurden bereits im Frühjahr 2013, kurz nach dem 11.2., an den drei rot-weißen Maschinen der Heli-Flight angebracht - und zwar jeweils im unteren Drittel der Seitenleitwerke der drei Einsatzmaschinen vom Typ SA 365 “Dauphin“.

Günther Lohre, Landesvorstand der Johanniter in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland, sagte Anfang Dezember gegenüber rth.info: “Bedingt durch die Konzentration der Krankenhauslandschaft und den Ausbau des luftgebundenen Intensivtransports an 24 Stunden am Tag fliegen unsere Intensivtransporthubschrauber immer öfter auch ins europäische Ausland. Da können wir mit der Euronotruf-Beklebung unserer ITHs ein eindrucksvolles Bekenntnis für die Idee eines vereinten Europas setzen.“

Und die bisherigen Reaktionen geben Lohre Recht: Die Besatzungen sind bereits des Öfteren auf die auffällige Beklebung angesprochen worden. Weitere Verbände und Organisationen wollten diesem Beispiel folgen, so Lohre weiter.

In der bundesdeutschen Luftrettung ist die aktive Euronotruf-Bewerbung bislang allerdings recht selten: Lediglich der in Niebüll stationierte RTH “Christoph Europa 5“ trägt den 112-Hinweis. Des Weiteren prangt der 112-Schriftzug auf den Traumahelikoptern des niederländischen ADAC-Pendants ANWB, die auch die ostfriesischen Inseln sowie das östliche Nordrhein-Westfalen bzw. Niedersachsen anfliegen.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
Jörn Fries
Wir danken für Unterstützung:
Olaf Pérez Preiß von der Johanniter Luftrettung

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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