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Schweden übernimmt erste AW 139 für SAR-Dienst

03.10.2013

Norrkoping (S) ::  Bereits am 10. September konnte die schwedische Seeüberwachungsbehörde im AgustaWestland-Werk im italienischen Vergiate den ersten Seeüberwachungs- und Rettungshubschrauber vom Typ AW139 übernehmen.

Insgesamt hat die schwedische Behörde sieben Hubschrauber vom Typ AW 139 in SAR-Konfiguration bestellt. Die zweite und dritte AW 139 sollen bis zum Ende diesen Jahres übergeben werden, die weiteren vier Maschinen werden voraussichtlich bis Ende nächsten Jahres geliefert.

Der Seeüberwachungs- und Rettungshubschrauber kann Medienberichten zufolge selbst bei sehr schlechtem Wetter eingesetzt werden. So ist er unter anderem mit einem sogenannten „Full Ice Protection System“ (FIPS) ausgerüstet, welches Flüge selbst unter Vereisungsbedingungen zulässt. Insbesondere in den nördlichen Bereichen Schwedens wird dieses System bei Temperaturen von bis zu minus fünfzig Grad die Einsatzfähigkeit der Behörde erweitern.

Die sieben Maschinen werden an fünf Stützpunkten in Schweden eingesetzt werden, welche sich über das gesamte Staatsgebiet verteilen: Ronneby, Visby, Göteburg, Norrtäljegatan und Umeå

Danile Romiti, CEO von AgustaWestland, zeigte sich bei der Übergabe der ersten Maschine sehr erfreut:

“Dieses Ereignis bildet einen neuen Meilenstein für Schwedens Search and Rescue. Mit der Wahl eines der bestgeeigneten Helikoptermusters für SAR-Einsätze aus unserem breiten Portfolio profitiert Schweden von unserer großen Erfahrung auf dem Gebiet der Luftrettung.“

Laut AgustaWestland führt der Auftrag den Erfolg des Musters AW139 auf dem europäischen SAR-Markt fort, auf dem sowohl Long Range- als auch Allwettertauglichkeit Schlüsselanforderungen an das Muster darstellen. Derzeit sind weltweit insgesamt 580 Maschinen vom Typ AW 139 ausgeliefert worden, auf denen insgesamt mehr als 750.000 Flugstunden absolviert wurden.

Autor(en)
HRG
Wir danken für Unterstützung:
Rickard Gillberg, www.nordicrotors.com

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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