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Notarzthubschrauber von Projektil getroffen

13.08.2013

Wien (A) ::  Auf den in Wien-Aspern stationierten ÖAMTC-Notarzthubschrauber “Christophorus 9“ ist geschossen worden. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall, der sich vermutlich am gestrigen Montag (12.08.2013) ereignet hat, niemand verletzt.

Wie mehrere österreichische Medien am heutigen Nachmittag unabhängig voneinander berichteten, hatte heute früh der diensthabende Pilot zu Dienstbeginn bei der Vorflugkontrolle ein eigenartiges Loch in einem der Rotorblätter festgestellt. Der Notarzthubschrauber (NAH) wurde daraufhin sicherheitshalber außer Dienst gestellt und die Polizei alarmiert, um nähere Untersuchungen vorzunehmen, teilte ÖAMTC-Sprecher Ralph Schüller mit.

Nach einer ersten polizeilich veranlassten Begutachtung dürfte es sich tatsächlich um einen Durchschuss handeln, konkretere Angaben ließen sich aber erst nach einer kriminaltechnischen Untersuchung machen, teilte eine Polizeisprecherin am Dienstagmittag mit. Es gilt aber bereits als gesichert, dass es sich dabei um ein 9mm-Vollmantelgeschoss handelte. Das zuständige Landeskriminalamt Nord ermittelt deshalb wegen vorsätzlicher Gefährdung der Sicherheit der Luftfahrt gegen unbekannt. Der Schuss könnte auch aus einer größeren Distanz abgegeben worden sein.

Während des Fluges und auch bei der Nachflugkontrolle am späten Montagabend war dem Piloten nichts Außergewöhnliches aufgefallen. Der NAH hatte bis zum Einsatzende um 20 Uhr 50 fünf Einsätze in Wien und Niederösterreich geflogen und über Nacht in einem verschlossenen Hangar auf dem Gelände des ehemaligen Flugfeldes Aspern gestanden. Die ÖAMTC-Flugrettung geht deshalb davon aus, dass sich der Vorfall gestern während eines Einsatzfluges ereignet hat. Pilot Gerold Hofbauer und ÖAMTC-Geschäftsführer Reinhard Kraxner zeigten sich geschockt ob dieses Vorfalls, der durchaus auch anders hätte ausgehen können.

Die Einsatzbereitschaft des „Christophorus 9“ wird derzeit durch eine Ersatzmaschine aus Wiener Neustadt sichergestellt. Der ÖAMTC beziffert den Materialschaden auf rund 40.000 bis 60.000 Euro.

Autor(en)
Jörn Fries

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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