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Lifeliner 3 strandet auf Bolzplatz

23.07.2013

Beesel (NL) ::  Am Montag, den 22. Juli 2013 musste der Traumahelikopter “Lifeliner 3“ des niederländischen Luftrettungsbetreibers ANWB ungeplant einen längeren Zwischenstopp bei Roermond einlegen. Der Helikopter vom Typ EC 135 war zu einem häuslichen Unfall alarmiert worden und landete auf einem Bolzplatz in unmittelbarer Nähe des Einsatzortes in der niederländischen Gemeinde Beesel. Als der RTH-Pilot anschließend die Maschine wieder startklar machen wollte, um den Notfallpatienten nach Nijmegen ins Uniklinikum St. Radboud zu fliegen, fiel ihm auf, dass einige Lampen im Cockpit rot aufleuchteten. Versuche der Besatzung, das Problem vor Ort zu lösen, scheiterten, so dass man sich entschied, den Notfallpatienten mit einem Rettungswagen in eine geeignete Klinik zu transportieren.

Eigens aus Sankt Augustin musste schließlich ein Monteur der ADAC Luftfahrt Technik GmbH (ALT) anreisen, um die Störung zu beheben. Anwohner nutzen indes die stundenlange Zwangspause des RTH, um Erinnerungsfotos zu schießen und die Crew mit kühlenden Getränken zu versorgen. Im Kontextbereich dieser News finden Sie einen Link zum Video vom Zwangsaufenthalt.

Autor(en)
Jörn Fries

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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