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Frankreich: Ungewisse Zukunft nicht nur für "Dragon 67"

12.04.2013

Strasbourg (F) ::  Die elsässische Tageszeitung “Dernières Nouvelles d'Alsace“ (DNA) berichtete in ihrer online-Ausgabe vom 9. April als Topthema (“À la Une“), dass das Luftrettungszentrum des Zivilschutz-Hubschraubers “Dragon 67“ in Strasbourg-Entzheim in den nächsten Wochen geschlossen werden könnte.

Wie die Pilotenvereinigung SNPNAC (Syndicat national du personnel navigant de l'aéronautique civile) mitteilte, habe der zuständige Chef der Zivilschutz-Flieger Anfang April die Schließung mehrerer Luftrettungsstandorte des französischen Zivilschutzes (Sécurité civile), darunter jenen in Strasbourg, angekündigt.

Offizielle Verlautbarungen gebe es jedoch noch nicht, sagte Sylvain Dallant, Stationspilot von “Dragon 67“ und Mitglied der Pilotenvereinigung, auf Anfrage der DNA. Was ihn besonders ärgere, sei der Umstand, dass vor Ort weder die Politik noch die Verwaltung in die Entscheidungsfindung eingebunden sei. Dallant kritisierte insbesonders, dass der im fernen Paris sitzende Innenminister aufgrund des Spardrucks gezwungen sei, mehrere Stationen zu schließen, regionale Besonderheiten aber außer Acht lasse. Der Strasbourger Heli sei in der Region jedoch fest verwurzelt und schließlich gebe es eine “ethisch-moralische“ Verantwortung des Staates gegenüber seiner Bevölkerung.

rth.info wird die beunruhigende Entwicklung beim westlichen Nachbarn in Sachen “Luftrettung“ weiterhin kritisch beobachten.

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Autor(en)
Jörn Fries
Quelle(n):
Dernières Nouvelles d'Alsace

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

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Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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