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Dachlandeplatz für Uniklink Mainz

06.02.2004

Mainz (RPF) ::  Schon seit Jahren ist der Standort des Luftrettungsmittels "Christoph 77" an der Universitätsklinik in Mainz immer wieder Gegenstand heftiger Diskussionen gewesen. Kernfrage ist, ob der derzeitige Standort auf dem Gelände der Klinik verlagert werden müsse. Anwohner haben längst eine Bürgerinitiative gegründet, um ihre Interessen geltend zu machen: Sie fühlen sich durch den Fluglärm des Hubschraubers gestört, der 24 Stunden am Tag für Einsätze bereitsteht. Über diese Problemlage hatte rth.info bereits im Jahr 2003 berichtet (vgl. Nachrichten-Archiv); sie sollen an dieser Stelle nicht nochmals erörtert werden.

Neue Alternative

Seit einiger Zeit ist allerdings eine neue Alternative für den Standort des Hubschraubers in die Diskussion einbezogen: Der Hubschrauber könne an der Universitätsklinik bleiben, solle aber einen Dachlandeplatz auf einem der Gebäude der Klinik erhalten. Das reduziere die Lärmbelästigung für die Anwohner und mindere die Gefahr, dass Außenstehende bei Flugbewegungen stören.

Umzug "schwer vorstellbar"

Eine Verlagerung der Hubschrauberbasis ist Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) zufolge zur Zeit nur schwer vorstellbar. So nahm Beutel jetzt Stellung zu einer Anfrage der Stadtratsfraktion der Grünen. Die Grünen hatten erneut die Frage nach alternativen Stationierungsmöglichkeiten gestellt. Das berichtete die "Allgemeine Zeitung".
"Trotz aller Gespräche vertritt das Innenministerium nach wie vor die feste Haltung, dass der Standort für Christoph 77 unmittelbar an der Uniklinik sein muss", so Jens Beutel weiter. Das Ministerium sehe dafür schlagkräftige fachliche und sachliche Argumente gegeben. Ferner verwies das Ministerium darauf dass man zwar bereit sei, über einen Standortwechsel des Hubschraubers zu diskutieren; allerdings sei die Vorlage von entsprechenden Finanzierungsvorschlägen unerlässlich. Doch die öffentlichen Kassen dürften damit nicht belastet werden, stellte Jens Beutel im gleichen Atemzug fest. "Ein Finanzierungsbeitrag der Stadt Mainz kann meines Erachtens nicht in Aussicht gestellt werden" erklärte er gegenüber regionalen Pressevertretern.

Dachlandeplatz einzige mögliche Lösung?

Die Errichtung eines Dachlandeplatzes sei deswegen die derzeit wohl einzige denkbare Lösung des Problems. Das bisherige Areal der Hubschrauberstation könne, so das Ministerium, nur noch zeitlich begrenzt genutzt werden. Im Januar 2004 gab es eine Gesprächsrunde zur Prüfung der Fragestellung, inwieweit eine klinikinterne Standortverlegung realisierbar sei. Da auf dem Gelände der "Klinik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz" ein Neubau für zentrale Hilfsdienste im Bereich der Universitätsklinik ansteht, scheint eine mögliche Lösung somit gegeben: Der Neubau würde die Voraussetzungen zur Errichtung eines Dachlandeplatzes erfüllen. Und deswegen soll "im Zusammenhang mit diesem Neubau" ein "neuer Hubschrauberlandeplatz errichtet werden", sagte der Oberbürgermeister der Presse. Fest steht: Der Bau des Dachlandeplatzes würde auch die Errichtung eines geeigneten Hangars für den Hubschrauber und einer Tankanlage für die Kerosinversorgung der Maschine implizieren.
Allerdings sei derzeit noch unklar, so berichtete die "Allgemeine Zeitung", wann der Neubau sowie der darauf gegebenenfalls zu errichtende Dachlandeplatz fertig gestellt werden kann.
Eine Realisierung des Vorhabens noch im Jahr 2004 erscheint jedenfalls sehr unwahrscheinlich.

 

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Autor(en)
PPR