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Christoph 60 musste in Jena am Boden bleiben

05.04.2013

Jena (THÜ) ::  Der in Suhl stationierte Rettungshubschrauber (RTH) “Christoph 60“ der DRF Luftrettung musste vom 2. auf den 3. April unfreiwilligerweise in Jena “übernachten“, wie die Ostthüringer Zeitung (OTZ) in ihrer online-Ausgabe am Donnerstag (04.04.2013) berichtete.

Nach einem Patiententransport von Suhl nach Jena war ein Defekt aufgefallen, so dass der RTH nicht wieder vom Landeplatz in der Stadtrodaer Straße abheben konnte. Gelandet war der Hubschrauber vom Typ EC 135 am Dienstag gegen 13 Uhr auf dem Landeplatz an der Stadtrodaer Straße nahe der Abfahrt Burgau. Dabei stellte der Pilot nach Angaben der OTZ fest, dass der Heck­rotor statt zwei Minuten vier nachlief, weil die Bremsscheibe gerissen war. “Weder Crew noch der Patient waren in Gefahr, aber mit diesem Defekt gehen wir nicht wieder in die Luft“, sagt die Sprecherin der DRF Luftrettung, Petra Hentschel, auf OTZ-Anfrage. Der Pilot fuhr mit dem Pkw nach Halle, um einen dort stationierten Ersatzhubschrauber abzuholen und nach Suhl zu überführen, so dass die dortige Luftrettungs­station ab Mittwochvormittag wieder einsatzklar war.

Den defekten Hubschrauber bewachte zunächst die Polizei und später ein Sicherheitsdienst. Techniker reparierten am Mittwoch vor Ort den Hubschrauber, der nach der Freigabe wieder nach Suhl verlegt wurde und somit den Landeplatz in der Stadtrodaer Straße freigab.

Autor(en)
Jörn Fries
Quelle(n):
Ostthüringer Zeitung vom 4. April 2013

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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