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Bund setzt weiter auf EC 135 T2i als ZSH

01.04.2013

Bonn / Berlin (BLN) ::  An den zwölf Luftrettungsstationen des Bundes werden auch weiterhin die sechzehn Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) vom Typ EC 135 T2i eingesetzt. Was sich angesichts der zyprischen Finanzkrise als Sparmaßnahme des Bundes darstellte, war nichts anderes als ein Aprilscherz.

Von “Ich hab es geglaubt, bis ich gesehen habe, was für ein Mimikry so ein Gyrocopter ist...“ bis “Ich hätte ja fast alles geglaubt, aber beim 'ehrenamtlichen' Notarzt wurde ich doch skeptisch.“ reichten die Reaktionen aus der Leserschaft. Auch die relativ hohe Zahl der “Gefällt mir“-Klicks innerhalb kürzester Zeit war beeindruckend. Ein herzliches Dankeschön für die vielen netten Kommentare.

Doch dieser Scherz beinhaltete durchaus die eine oder andere Wahrheit. So starten und landen am Flugplatz in Sankt Augustin (ein aufmerksamer Leser machte den Autor auf diese einzig richtige Schreibweise dieser Stadt im Rhein-Sieg-Kreis aufmerksam!) in der Tat seit längerem Gyrocopter, was die örtlichen Stadtratsfraktionen sogar auf den Plan rief, in einer Sondersitzung über die Lärmbelästigungen durch Gyrocopter zu diskutieren (siehe rechts oben Link zum Bonner General-Anzeiger vom 21.03.2013).

Um den neuen bayerischen Luftrettungsstandort Dinkelsbühl-Sinbronn buhlen derzeit nach Angaben der lokalen Presse ADAC und DRF Luftrettung, von einem Interesse des Bundes an dieser Station ist hingegen nichts bekannt. Und dass zukünftig Notfallsanitäter die Notärzte in der präklinischen Notfallversorgung gänzlich ersetzen, ist eine weitere Mär, auch wenn ab Januar 2014 die ersten Notfallsanitäter ausgebildet und ab Januar 2017 in der Notfallrettung eingesetzt werden können.

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Autor(en)
Jörn Fries

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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