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Kanton Bern: Streit um Flugrettung

26.11.2012

Bern (CH) ::  Das Helikopterunternehmen Air-Glaciers ist vorerst mit seinem Vorstoß gescheitert, im Flugrettungsdienst des Kanton Bern gleichberechtigt neben der Rega eingesetzt zu werden.

Bereits im Januar 2011 hatten Verantwortliche von Air-Glaciers auf die ihrer Meinung nach "unerfreuliche Situation im Kanton Bern" hingewiesen. Zwei Berner Oberländer Großräte griffen den Vorstoß der Air-Glaciers auf und forderten in einer gemeinsamen "Motion" (in der Schweiz eine Art parlamentarische Anfrage) vom 20.04.2012 den Kanton, der die Verantwortung für die medizinische Versorgung der bernischen Bevölkerung trägt, auf, bei der Alarmierung der Flugrettung den geografisch nächsten Helikopter zu alarmieren.

Das Helikopterunternehmen Air-Glaciers sah sich bereits seit Längerem gegenüber der Rega benachteiligt, da alle im Berner Oberland über die Nummer 144 eingehenden Notrufe Luftrettungseinsätze betreffend quasi automatisch an die Rega-Zentrale in Zürich weitergeleitet werden, die laut Anfrage der beiden Parlamentarier "prioritär eigene Rettungshelikopter auch aus entfernteren Basen einsetzt".

Die Kantonsregierung stellte in ihrer Antwort vom 14.11.2012 jedoch lediglich in Aussicht, im Rahmen der Versorgungsplanung für die kommenden Jahre die Einsatzdisposition zu überprüfen, nannte aber neben der geografischen Nähe weitere Kriterien für einen RTH-Einsatz: das nötige Personal, die nötige Ausrüstung und die unverzügliche Verfügbarkeit dieser Komponenten.

Zudem verlangten die beiden Großräte die Vertretung aller im Berner Oberland tätigen Luftrettungsorganisationen mit kantonaler Bewilligung in einer den Regierungsrat beratenden Kommission Rettungsdienst. Auch dies lehnte die Regierung des Kanton Bern ab mit dem Hinweis, dass dann auch alle bodengebundenen Rettungsorganisationen in der Kommission Rettungsdienst vertreten sein müssten, was den Rahmen dieses Gremiums bei Weitem sprengen würde. Nun soll sich das Kantonsparlament mit dieser brisanten Angelegenheit beschäftigen.

Wer sich ausführlicher mit den Hintergründen befassen möchte, der sei auf die Web-Links im Kontextbereich zu diesem Artikel verwiesen.

 

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Autor(en)
Jörn Fries