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Wird „KUNO SH-01“ bald in Schleswig stationiert?

10.01.2012

Schleswig (SH) ::  Es gibt Neuigkeiten um den Notarzt-Hubschrauber (NEH) namens „Kuno SH-01“. Wie der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag jüngst in ihrer Online-Ausgabe berichtete, gibt es Überlegungen, den von der KBA betriebenen Notarzteinsatzhubschrauber in Schleswig zu stationieren. Nachdem eine erste Stationierung von „KUNO SH-01“ in Hartenholm im Oktober 2011 beendet wurde (rth.info berichtete), wird mit Schleswig nun erneut eine Schleswig-Holsteinische Stadt als Ersatz in Betracht gezogen.

Unterstützend für die Stationierung spricht sich der Bürgermeister von Schleswig, Thorsten Dahl, aus, da er angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung und der oft weiten Wege im ländlichen Raum Handlungsbedarf sieht.

Etwas skeptischer reagiert der zuständige Fachbereichsleiter für den Kreis Schleswig-Flensburg. Vor einer Stationierung müsse in erster Linie der Bedarf überprüft werden. Zudem ist die Finanzierung der Rettungseinsätze weiterhin offen.

KBA-Vorsitzender und Geschäftsführer Michael Vollmer zeigt sich der Idee gegenüber aufgeschlossen: "Wir haben für Kuno auch Angebote aus anderen Bundesländern", sagte er den Schleswiger Nachrichten, "aber Schleswig-Holstein wäre für uns die erste Wahl." Allerdings, auch das stellt Vollmer nach dem beendeten Probebetrieb in Hartenholm klar: "Der Hubschrauber kommt nur dann, wenn es von allen Beteiligten gewollt wird."

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Autor(en)
HRG
Quelle(n):
shz.de

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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