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LAR: 20 Jahre Luxemburger Primärluftrettung

01.11.2011

Luxembourg (LUX) ::  Die Luxemburger Rettungsflugwacht (heute LAR) wurde am 18. April 1988 gegründet. Zu Beginn bestand die Tätigkeit der LAR ausschließlich aus Sekundäreinsätzen, bis zur öffentlichen Anerkennung durch den Staat vergingen gut drei Jahre.

Heute vor 20 Jahren - am 01. November 1991 war es dann soweit: die LAR konnte ihrem eigentlichen Ziel - der Primärrettung - nachkommen. Für die Primärrettung wurde zu Beginn eine BO 105 eingesetzt. Neben der Sekundärmaschine war also nun auch ein Primärhubschrauber vorhanden.

Ein weiterer Meilenstein in der jungen Geschichte der LAR war der 10. Juni 1996. An diesem Tag stellte sie den MD 900 als Dual-Use-Hubschrauber den Medien in und vor dem Gebäude der „Banque Internationale a Luxembourg“ (BIL) vor. Weiterhin wurde an diesem Tag bekannt, dass die BIL neuer Partner der LAR ist.

Mit der Stationierung der zuerst geleasten Maschine ab Juni 1996 in Ettelbruck war es nun möglich jeden Einsatzort in Luxemburg innerhalb von 8 Minuten anfliegen zu können. Im Jahr 2005 wurden zwei weitere MD 900/902 beschafft. Dadurch war der Maschinenbestand für die Luftrettung auf vier angewachsen. Im Rahmen von Verträgen stellt die LAR seit 2005 für Teile des Saarlandes und Rheinland-Pfalz die Luftrettung sicher. Allein für Rheinland-Pfalz wurden zwischen 2005 und 2010 rund 2.500 Einsätze absolviert (Quelle: IM RPF).

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Autor(en)
Jonas Schmidt
Roland Voigt

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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