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Der neue "Dreiklang" für Rettung auf See

21.07.2011

Emden (NDS) ::  Wenn sich auf Windpark-Baustellen auf See ein schwerer Unfall ereignet, ist schnelle Hilfe vonnöten. Um im Ernstfall rasch vor Ort sein zu können, entwickelten die drei Unternehmen Bard, Deutsches Rotes Kreuz und Northern HeliCopter ein neues Offshore-Rettungskonzept. Es stellt auch unter schwierigen Bedingungen sicher, dass innerhalb von maximal einer Stunde ein Notarzt am Unfallort auf hoher See eintrifft.

Das Prinzip

  1. Tritt ein Notfall im Baugebiet ein (z.Zt. Bard Offshore 1), geht ein Notruf an die Leitstelle der DRK Ammerland Offshore-Rettung+Sicherheit gGmbh (ORS)
  2. Der DRK-Koordinator tritt in Aktion und informiert die Besatzung des Hubschraubers. Dabei verfügt der Koordinator aus einem Pool von 18 speziell auf die Besonderheiten der Offshore-Einsätze geschulten Notärzten.
  3. Ein Arzt agiert als Koordinator an Land, ein anderer fliegt mit dem Hubschrauber zur Unfallstelle.
  4. Der Verletzte wird vor Ort versorgt und kann auch an Bord des Helikopters weiter behandelt werden.
  5. Danach wird der Verletzte in ein Fachkrankenhaus aufs Festland verbracht.

Northern HeliCopter setzt als Offshore Ambulanz Hubschrauber einen Eurocopter vom Typ SA365 C3 ein. Das Fluggerät erzielt eine Reisegeschwindigkeit von 240 km/h und startet bei einer Windstärke von bis zu acht Beaufort (maximal 45 Knoten/über 80 km/h).

Alternative Rettungsmittel auf See

Auf Grund staatlich vorgehaltener Ressourcen von Primär-Luftrettungsmitteln entschied sich Bard für ein eigenes Konzept.

SAR-Hubschrauber stehen zwar zur Verfügung, seien aber vorrangig für die Rettung Schiffbrüchiger eingeplant. Obendrein seien sie nicht mit einem Notarzt und Intensiv-Medizinischer Ausrüstung ausgestattet.

Auch der Einsatz von Rettungskreuzern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger komme in akuten Fällen aufgrund der langen Anfahrtszeiten nicht in Frage.

Das entwickelte Rettungskonzept soll nicht nur für Bard, sondern auch für andere Offshore-Unternehmen zur Verfügung stehen. Mehr als 20 Leute stehen bei Northern HeliCopter für den Rettungseinsatz zur Verfügung. Die Hubschrauber-Besatzung besteht dabei aus zwei Piloten, einem Winch-Operator, einem Notarzt, sowie einem Rettungsassistenten. Dabei steht die Besatzung 24 Stunden am Tag zur Verfügung.

 

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Originaltext von NHC